Expertenhilfe - Frage

Frage von Bianca E.

Gefragt am 22.05.2017 um 10:20 Uhr

Grundschuldbestellung vor definitiver Verkaufszusage und deren rechtliche Folgen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben ein Einfamilienhaus in Aussicht, dass verkauft werden sollte um die Heimkosten der Eigentümerin zu decken. Die Zusage erhielten wir mündlich und auch ein Notartermin war bereits kurzfritsig angesetzt. Leider ist die Eigentümerin jedoch vor dem Notartremin verstorben, so dass jetzt die Erbfolge geklärt werden muss und auch offen ist, ob die Erben noch verkaufen wollen.

Die Bank drängt auf die Unterschrift der Grundbuchbestellung und teilt lapidar mit, dass es sich lediglich um eine Formalie handelt. Welches Risiko gehe ich damit ein, wenn die Grundschuld bestellt wurde, aber die Erben doch nicht verkaufen wollen? oder könnten wir ggf. noch vom Objekt zurücktreten, falls uns die Entscheidungsfindung der Erben zu lange dauern sollte?

Vielen Dank im Voraus!
Mit besten Grüßen
Bianca

FinanceScout24 Experte  Marina Schneider

Expertenantwort

von Marina Schneider

3.00

Beantwortet am 22.05.2017

Ojee, auf keinen Fall unterschreiben!!
Ein Kaufvertag ist erst abgeschlossen, wenn der Vertrag vom Notar besiegelt also beglaubigt ist und möglichst auch die Auflassungsvormerkung im Grundbuch steht.
Jetzt hoffe ich inständig, dass Sie den Darlehensvertrag noch nicht unterschrieben haben oder wenigsens die Widerrufsfrist noch nicht um ist.
Ansonsten ist es nicht nur Pech,das die alte Dame gestorben ist, sondern ein Unglück, denn Sie stehen mit einem unbesicherberen Darlehen da und es kommen auf Sie erhebliche
kosten zu.
In diesem Fall hatten Sie einen sehr schlechten Berater!

Mit freundlichen Grüßen
und in der Hoffnung es ist noch zu retten
Marina Schneider

Maklerin

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FinanceScout24 Experte  Wolf Christian Mohn

Expertenantwort

von Wolf Christian Mohn

0.00

Beantwortet am 22.05.2017

Sehr geehrte Frau Bianca E.,
solange der Kaufvertrag nicht notariell beurkundet ist auf keinen Fall eine Unterschrift leisten. Da die Grundschuldbestellung Ihnen bereits vorliegt, gehe ich davon aus, dass Ihnen auch der Darlehensvertrag vorliegt. Sofern Sie diesen bereits unterschrieben haben, auf jeden Fall umgehend widerrufen. Ansonsten bleiben Sie auf erheblichen Kosten sitzen. Sofern die Widerrufsfrist schon abgelaufen ist, auf jeden Fall das Gespräch mit der Bank suchen, eventuell sollten Sie sich dann auch rechtlichen Beistand suchen.

Ich hoffe, dass alles für Sie gut ausgeht.

Mit freundlichen Grüßen
Wolf Mohn

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