Expertenhilfe - Frage

Frage von Walter Roth

Gefragt am 22.11.2017 um 13:30 Uhr

Wechsel als Angestellter von PKV zu GKV?

Ich (Angestellter) bin Anfang 50 und werde nächstes Jahr ab dem 1.3.2018 meinen Arbeitsumfang um 50% reduzieren. Grund ist die Pflege eines Angehörigen.
Frage 1.) Mein monatliches Einkommen ab dem 1.3. liegt unter der für mich relevanten "besonderen" JAEG (Monatsgehalt * 13,5). Ist diese Rechnung korrekt oder muss ich den Januar und den Februar (in denen ich noch das volle Gehalt erhalte) einbeziehen und dann ermitteln, ob die gesamten Bruttoeinkünfte 2017 unter der bes. JAEG liegen. In diesem Falle würde eine Reduzierung von 50% an dem 1.3. nämlich nicht ausreichen um in die GKV zu wechseln.
2. Frage) Wenn ich den neuen Arbeitsvertrag ohne explizites Enddatum der Teilzeit vereinbare und dann durch evtl. Änderungen in der Pflege (zB Angehöriger wird von Dritten gepflegt) ein neuer Fall eintritt, könnte ich dann die Arbeitszeit (und den Verdienst) so erhöhen, dass ich dennoch in der GKV bleiben kann. Wenn ja, würde dies bereits innerhalb 2018 möglich sein, oder innerhalb 2019 oder könnte ich den Verdienst erst ab 2020 wieder erhöhen?
Vielen Dank !

FinanceScout24 Experte  Marina Schneider

Expertenantwort

von Marina Schneider

3.00

Beantwortet am 22.11.2017

Guten Tag Herr Roth!

Eine individuelle Beratung können Sie hier nicht erhalten, dazu fehlen hier die Voraussetzungen, das ist gesetzlich nicht mehr erlaubt.
Hier daher einige Tipps:
Ab 55 wird es schwer zu wechseln. Bis dahin reicht das Senken Ihres Einkommens aus(Vertragsänderung) und Sie sind gesetzlich krankenversicherungspflichtig, müssen also in die GKV.
Wenn Sie dann wieder über der JAEG mit Ihrem Einkommen liegen, sind Sie wieder nicht krankenversicherungspflichtig und haben dann die Wahl zwischen PKV und freiwilliger Mitgliedschaft in der GKV. Als Altersrentner wird dann geprüft, ob Sie in die KV für Rentner können oder sich wieder privat versichern müssen.

Sie sollten sich dazu wirklich von Ihrem Vermittler der KV beraten lassen! Oder später mit der GKV reden.

Am besten ist es aber, Sie lassen sich von einem Makler beraten, er steht immer auf Ihrer Seite und kennt sich gut aus. Mit Ihm können Sie dann auch alle Szenarien durchgehen, ggf. ist ja auch eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll.
Ich denke, ein Beratungshonorar ist eine sinnvolle Ausgabe im Vergleich zu den finanziellen Auswirkungen, die eine falsche Entscheidung haben kann.

Mit freundlichen Grüßen
Marina Schneider
Versicherungs- & FinanzMaklerin
Immobiliardarlehensvermittlerin



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